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Unsere Geschichte

1896 ~ 1996
100 Jahre Gasthaus Goeke
214 Jahre Schankwirtschaft


WIR . HABEN . HIER . KEINE . BLEIBENDE
STEHTE . SONDERN . DIE . ZU . KUNFTIGE
SUCHGEN . WIR . HEBREER. 13 V 14

ANNO . 178Z
I.H.S.

VON .ALTER. DOM. BIN. ICH. GEWORFEN
NIEDER. DURCH. GOTES. MACHT. UND.
MENSCHENHIELFE. STEH. ICH. WIEDER

D . Z . OCTOBER


„Inschrift im Holzbalken am Haus“


1547 erste Erwähnung des Kottens des heutigen Gasthauses Goeke im Besitz der Familie Boenemann
1609 der nichteingeschulte Heinrich Boenemann lebte zunächst als Leineweber und dann als Teichgräber auf dem Kötteranwesen. Später entstand ein Zimmereibetrieb.
1782 Am 2.10. wird an das Stammhaus mit obiger Inschrift im Deelentorbalken durch den Zimmermann und Gastwirt Johannes Henriens Brennböker, genannt Bönnemann, angebaut.
1835 Übergang der Zimmerei der Familie Boenemann durch Heirat in die heutige Familie des bekannten Bauunternehmers Hackert
1871 Übernahme der Schankwirthschaft durch den Wirt Fleige
1873 Verkauf des Anwesens durch den Zimmermeister August Hackert aus Hofstede an den Gärtner Theodor Lohscheller aus Grumme für 6500 Thaler
1886 Übernahme des Hauses sowie Betrieb der Gaststätte durch den Wirt Hermann Musebrink
1896 Am 1. Mai wurde ein Vertrag über den Erwerb des Eigentums der im Grundbuch von Grumme Band 2 Art. 3 eingetragenen Grundstücke der Steuergemeinde Grumme zum Preise von 4500 Goldmark hinzukommend 6500 Goldmark für das Inventar durch den Kastellan Ewald Goeke aus Witten, dessen Vater Christian Goeke aus der Brauereifamilie Cramer aus Warstein im Sauerland entstammte, aufgesetzt und unterschrieben. Inzwischen wurde im „Schatten“ der Dorfschänke die St. Liboriuskirche gebaut. Die Zeche Constantin VI und VII wuchs auf dem Kötterberg zu einer großen Industrieanlage. So gelegen zwischen „Himmel und Hölle“ passte sich die Kötterkneipe den Gegebenheiten an. Kirchliche Vereine und weltliche Verbände hatten ein Zuhause. Es gab kaum eine andere Begegnungsstätte. Genug zu tun für Familie Goeke.

Zwei Jungen und fünf Mädels wuchsen dann in der „guten, alten Zeit“ heran. Doch bald brach der 1. Weltkrieg aus und es hieß: „Der König rief und alle, alle kamen“. Schnell verdrängten Trauer und Schmerz anfängliche Begeisterung. Still wurde es um’s Wirtshaus. Er folgte die Ruhrbesetzung.

Die Franzosen belegten alle Räume. Tische und Stühle wurden zweckentfremdet verheizt. Mehr schlecht als recht durchlebte man in Grumme Nachkriegszeit und Inflation. Turnfeste, Sänger und Theaterwettstreite erfüllten dann aber doch das Haus mit Leben. Die Kegelbahnanlage, 1926 gebaut, zog viele Sportler an. Es gab sogar einen deutschen Meister. Mit dem tausendjährigen Reich mussten viele christliche Vereine ihre Arbeit einstellen.

Selbst der DJK Sportverein „Saxonia“, der Gründungsverein des heutigen SV Eintracht Grumme, wurde aufgelöst. Im Vatikan von Grumme, so nannte der Volksmund die Schänke, konnte damit christliches Leben aber nicht ausgemerzt werden. Der Bombenhagel des 2. Weltkrieges mit etlichen Brandbomben, welche in höchster Gefahr und Not gelöscht werden konnten, ließen das Fachwerk erzittern. Notdürftig hergerichtet erfolgten Beschlagnahmungen durch Organisation Todt, Wehrmacht, NS Frauenhilfe, Fliegerchor und nicht zuletzt der englischen Besatzungsmacht. Manches Fässchen Starkbier floß zu der Zeit auch durch die Kehlen der entwöhnten Grummer. Nach dem Wiederaufleben fast aller Grummer Vereine erwachte im Knusperhäuschen die Freude am neuen Geist der Nachkriegszeit.
Und da sich die neuen Tage
aus dem Schutt der alten bauen,
kann ein ungetrübtes Auge
rückwärtsblickend vorwärts schauen
Friedrich Wilhelm Weber
Moderne Gastlichkeit fand Einzug im Haus mit dem Charme der „guten, alten Zeit“. Eine neue Generation schickt sich an, im neuen Jahrhundert und neuem Jahrtausend den Weg zu finden.
ad multos annos

214 Jahre Schankwirtschaft




Gasthaus Goeke im Grumbecktal - Josephinenstr. 65 - 44807 Bochum - Tel.: 0234 / 59 15 01 - FAX: 0234 / 950 31 59 - Email: info@gasthausgoeke.de

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